11. Juni 2018

Frühlingsblätter im Walzendruck


Die Frühlingspost wurde dieses Jahr – ich muss es zugeben – zwischengeschoben! Tabeas Tapezier Tabula rasa war im vollen Gang. Sanfter Morgentau (light) schon an den Wänden, Büro noch nicht wieder eingeräumt (super Basis), konnte sich mein Walzentraum enfalten.

Angeregt durch meine Morgentauerscheinung hier, erinnerte ich mich an Tropfen-Entwürfe im einem Skizzenbuch von 2016. Meine ersten Versuche ergaben dann eine – mehr wirklich nicht – wunderschöne Flasche:

Der Druckstock (Styreneplatten) erwies sich als ungeneusig. Tautropfen stilisiert aus Moosgummi geschnitten, waren hingegen sehr kooperativ. Der Vorteil des Walzendrucks liegt auf der Hand, ist die Druckplatte erstmal fertig, dann kann wirklich sehr sehr schnell und großflächig gedruckt werden. Die Perlenpunkte haben mich schon reichlich beglückt, hätten durchaus gereicht …



Schon sprießt ein Tulpendruckstock auf doppelseitigem Klebeband. Die Papprolle würde ich einer Flasche vorziehen, da ich die Hand beim Einfärben zum Stabilisieren in die Rolle stülpen kann. Die Rolle mit einem Schwämmchen eingetupft. Hände bleiben sauber ...




Druckrauschen bedeutet, dass ich irgendwann farblich alle Zwänge von mir streife. Kleckern und klotzen! Das Glitzerlila verwende ich immer wieder gern, ich komme mir dann sehr verwegen vor! – Die Transparenz beim Drucken zu erzielen, war schwer. Trotz Spezialpaste aus dem Siebdruck, die die Farbe verdünnt, ohne ihre Konsistenz zu verändern. Eine andere Möglichkeit ist, erneut mit der Tropfenrolle über die Tulpen zu drucken, wenn sie einem zu monoton wirken.






Noch ein bisschen Rapportpuzzelei betreiben und dann ab die Post! – Interessant ist, dass ich nach jeder Postkunst-Aktion davon überzeugt bin: DAS war jetzt aber die Beste! Damit meine ich natürlich nicht meine Arbeit, sondern eure. Ihr macht euer Ding! Das freut mich wirklich sehr sehr!


-.-.-

Was aus den Musterbögen wurde, die mir zugeschickt wurden,
habe ich hier gezeigt.