5. November 2011

Die Natur der Baumbücher und Buchbäume





















Ob Baumbücher im Herbst ihre Seiten verlieren? Die alten Blätter zeigen sich noch einmal in voller Farbenpracht, flammen auf und sinken zu Boden. Manch ein Regenwurm zieht sich eine verwelkte Seite in die Wurmhöhle, um sich köstlich zu amüsieren. Oder wurden reife Romane schon im Spätsommer geerntet und lagern nun in üppig ausgestatteten Bücherregalen? Dann würden im Frühjahr neue Seiten sprießen mit frischen Erzählungen, möglicherweise Fortsetzungen der alten Geschichten. Aus dicken Knospen platzen Bilder, Buchstaben ranken hervor, Eselsohren nisten sich ein und zwitschern munter vor sich hin.

Kennen meine Buchbäume keine Jahreszeiten und gedeihen sehr vielseitig? Wir vertiefen uns in ein Magnolienmärchen und haben Sehnsucht auf einen Schneesturmschwank. Dann werden hurtig andere Seiten aufgezogen, es raschelt im Blattwerk und schon bäumt weißes Gestöber hervor. Wie wäre es mit einer feurigen Fabel, einer Apfelanekdote, einer kuriosen Klamotte, einer prächtigen Posse.

Buchbaumphantasien im Wachstum.


Kommentare:

  1. Schön poetisch! Da hast du tolle Worte gefunden ...und auch ein wunderbares Bild geschaffen!

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  2. Wow, wow, wow!

    Was für ein super-schönes Blog Du hier hast!

    Hier gefällt´s mir gleich so gut, dass ich gerne bleibe!

    Ganz liebe Grüße,
    Papagena

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